Der 1. FC Union Berlin (offiziell 1. Fußballclub Union Berlin e. V.) gehört zu den außergewöhnlichsten und kultigsten Traditionsvereinen Deutschlands. Der im Berliner Stadtteil Köpenick beheimatete Klub trägt seine Heimspiele im idyllischen Stadion An der Alten Försterei (ca. 22.000 Plätze, größtenteils Stehplätze) aus. Aufgrund der Wurzeln in der Arbeiterklasse und der Vereinsfarben ist die Mannschaft weltweit als „Eiserne“ bekannt.
Die Ursprünge des Vereins gehen auf das Jahr 1906 zurück (Gründung des Vorgängers FC Olympia Oberschöneweide), in seiner heutigen Form wurde der Klub 1966 in der DDR neu gegründet. Zu DDR-Zeiten galt Union als aufrührerischer Kultklub und Gegenpol zum staatlich geförderten BFC Dynamo. Die besondere Bindung zwischen Fans und Verein zeigte sich mehrfach – wie 2008, als Hunderte Anhänger ihr Stadion in zehntausenden unbezahlten Arbeitsstunden in Eigenregie modernisierten.
Sportlich erlebte der Klub unter Trainer Urs Fischer ein wahres Fußballmärchen: Nach dem historischen Erstaufstieg in die Bundesliga im Jahr 2019 marschierten die Köpenicker durch das Oberhaus. Über die Qualifikation für die Conference League und Europa League krönte Union Berlin diese Ära in der Saison 2022/23 mit Platz 4 und der erstmaligen Qualifikation für die UEFA Champions League.
Besondere Brisanz besaß das Berliner Stadtderby gegen den Rivalen Hertha BSC sowie die rassigen Duelle im sogenannten Ostderby gegen RB Leipzig.
Wichtigste Erfolge
Wettbewerb / Meilenstein
Resultat / Titel
Erfolgsjahre / Notizen
FDGB-Pokalsieger (DDR-Pokal)
1
1968 (Größter Erfolg zu DDR-Zeiten)
DFB-Pokal (Finalist)
-
2001 (Sensationeller Finaleinzug als Drittligist)
Höchste Bundesliga-Platzierung
Platz 4
Saison 2022/23 (Erstmalige Qualifikation für die Königsklasse)
Meister der 3. Liga
1
2008/09 (Premierensieger der eingleisigen 3. Liga)
Aufstieg in die Bundesliga
1
2019 (Über die Relegation gegen den VfB Stuttgart)